Donnerstag, 16. Oktober 2008

15.10.

Heute in ungekürzter Fassung zum ersten Mal die Ampelmeldungen aus den einzelnen Städten:

LEON:

"Hola!
Auch diese Woche kann ich wieder ein Gruen aus unserer wunderschoenen Stadt melden.
Die Jungs sind gerade noch in ihren Projekten und werden versuchen eine Regenpause zu finden um nach Hause zu kommen - das Wetter ist paradox: am Wochenende haben wir uns am Strand die schoensten Sonnenbraende zugezogen, heute giesst es den ganzen Tag wie aus Eimern und ich sitze im Pullover im Internetcafe. Fabi hat sich ein wenig geaergert, weil seine Mitarbeiterin im Projekt ihn des oefteren alleine mit den Kindern laesst ohne ihm zu sagen, wo sie ist und ohne seine Beschwerden ernst zu nehmen. Wenn das Wetter schlecht ist, koennen er und Hans die Kids auch nicht Fussballspielen und sich nicht austoeben lassen, was sich dementsprechend auf ihre Laune auswirkt, wenn sie nach Hause kommen. Bei mir laeuft eigentlich alles wie immer - im NDF hatten wir ein paar interessante Versammlungen und haben ueber die schwierigen Kinder gesprochen, fuer mich gut zu wissen, wie ich mit ihnen umgehen kann. Meine Englischnachhilfe weitet sich auf immer mehr Kinder aus und die Juegteca hat ne neue Tuer mit Schloss, so dass mich die kleinen nicht mehr terrorisieren koennen, indem sie einfach dort hinein rennen und sich Spielsachen krallen. Also, auch hier alles bueno. Dieses wochenende fahr ich nach Masaya, Mädelbesuch machen, und lass die Jungs mal fuer zwei Tage allein. Schaden tut das nicht :)
Also liebste gruesse an euch alle.
"

MASAYA:
"Amplelmeldung: "gelb"
Bei uns ist im Moment einiges im Argen:
I. und D. kränkeln mit Magenverstimmung und Erkältung. I. scheint aber wieder auf dem Weg der Besserung zu sein. Es kommen leider keine Kinder ins Projekt. Das ist nicht nur für uns frustrierend, sondern auch für die Projektleitung. Auch die Wohnsituation ist nur mas o menos: Die Vermieter wollen lieber mehr Miete haben im Zuge dessen, das der Vertrag für WI nochmal geändert werden muss. Zudem ist das Wohnen in der Wohnung im Gegensatz zum Centro noch nicht zufriedenstellend.
Wir alle stecken aber im Moment nicht den Kopf in den Sand, aber müssen erstmal die Situation verdauen. Besonders S. ist sehr zuversichtlich, dass alles tranquilo ist!
Liebe Grüße aus Masaya!
"

MATAGALPA:

"Hallihallo!

Da ich am Mittwoch krank war kommt die Ampelmeldung etwas verspaetet.Alex hat es die letzten Tage auch mit Bauchkraempfen erwischt, wir sind aber alle wieder wohl auf. Heute haben wir mit Anne und einem Freund eine Tour durch den Selva-Negra gemacht. Die Landschaft ist eccht superschoen, und es tut immer richtig gut am Wochenende mal rauszukommen und sich auszupowern. Die Arbeit gefaellt uns allen echt gut. Vor letzte Woche hatten wir ein richtig tolles Erlebnis auf dem Basurero: Alex hat seine Slacline mitgenom mmen und so haben wir uns mit den Kindern im totalen Regen im Balancieren geuebt. Auch wenn sich noch laengst nicht alle auf das Seil getraut haben, sind alle neugierig zum zu schauen gekommen. Und wer die Angst ueberwunden hat ist sichtlich stolz abgestiegen. Ich bin echt mal gespannt wie das weitergeht, die mobile Schule ist echt genial, weil sie so unzaehlig viele Moeglichkeiten bietet mit ihr zu arbeiten. Fuer die naechste Woche haben wir das Thema " Emociones" geplant. Ich bin mal gespannt wie unsere Spiel- und Spiegelideen klappen....

Viele liebe Gruesse von den Schwaben ausm Schwarzwald! "

NEUVA GUINEA:

"Ein kraeftig gruenes Hallo,

hier in Nueva ist wie immer alles im gruenen Bereich. Gesundheitlich sind wir alle sorgenfrei, Stephan ist zwar noch nicht wieder bei 100 %, aber auf dem allerbesten Weg dahin. Der Besuch in Managua war die richtige Entscheidung. In der Schule haben wir diese Woche ausserplanmaessig Vorbereitungen zum "Tag der offenen Tuer" am Samstag durchgefuehrt, der das Thema Japan traegt. Dafuer waren oefters zwei japanische Frewillige in der Schule, zu denen wir jetzt auch guten Kontakt haben. Das nenne ich interkulturelle Verstaendigung...als Deutscher mit zwei Japanern in Nicaragua, besser noch Nueva Guinea, auf Spanisch zu kommunizieren=). Nebenbei bemerkt vergeht die Zeit wie im Fluge, schon Mitte Oktober...meine Guete...es gibt halt jeden Tag soviele Sachen, die man macht, machen kann, oder machen moechte, dass sie vergehen wie nichts...

Achja und die Regenzeit hat langsam begonnen, was man daran merkt, dass wir haeufiger waschen muessen (im Gegensatz zu uns scheinen die Nicas ueber den Schlamm und Matsch zu schweben...).

Soweit erstmal fuer diese Woche

muchisimos saludos"


Was könnte es für ein besseres Abschlussstatement geben?
bis zur nächsten Woche also

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Großkommunikationstag Oktober

Hola, buenos dias a todos!
Man glaubt es kaum, aber schon ist der erste volle Monat in Nicaragua vergangen.
Alle Freiwilligen fühlen sich mittlerweile schon richtig zuhause in ihren neuen Umfeldern. Die Kehrseite der Sache ist, dass auch nicht mehr nur alles neu, interessant, spannend und aufregend ist, sondern auch erste Tiefen, erstes Heimweh und erste Konfrontationen mit der harten sozialen Realität der Menschen im Umfeld und auch der Projektkindern sich zu den Erfahrungen mischen... alles Erfahrungen, die einfach auch dazu gehören.

Aber nun zu den einzelnen Wochenmeldungen aus den Städten:

Leon meldet grün.
Annika schreibt:
"[...]hier ist alles in Ordnung, gruen-gruen-gruen aus Leon. :) Hier ist alles super. ich war am Freitag ein wenig krank, ein bisschen Magen-Darm oder so was in die Richtung, aber ich bin wieder fit und gut drauf. Unsere arbeit laeuft auch gut. Ich werde am Mittwoch zum ersten Mal in meinem 4-plus-1 Projekt sein. Wir werden diese Woche jetzt noch Spanischkurs haben am Nachmittag und dann naechste Woche mal schauen, wie es weitergeht. Die Jungs werden diese Woche auch zum ersten Mal in ihre Nachmittagsprojekte gehen. Das Haus haben wir auf- und umgeraeumt, jetzt ist es ein wenig mehr unser Zuhause."

Matagalpa meldet ebenfalls grün.
Susi sagt:
"Die letzte Zeit hier war schon recht turbuent. Wir erleben hier jeden Tag sehr viel. Gerade sind wir alle noch in Gastfamilien untergekommen, fühlen uns da auch sehr gut und tauchen richtig ein ins Nicaleben. Dennoch steigt dabei auch die Vorfreude auf die gemeinsame WG. Mit den Projekten läuft es super. Die Mpbileschule ist fast jeden Tag im Einsatz und wir sind bei jedem Wetter mit von der Partie.
Gesundheitlich sind wir recht fit und insgesamt ist alles super."

Masaya meldet auch grün.
Malte meldet:
"Mitlerweile sind wir alle auch mit dem Leben in Masaya angekommen. Es ist einfach schön nicht mehr durch die Straßen zu laufen und nur als Gringo beschimpft zu werden, sondern mit dem Naman gerufen zu werden ;-). Leider kränkelt Simon im Moment wieder ein wenig. Das Projekt fängt im Moment an so richtig zu funktionieren und wir alle sind ab dieser Woche vollständig integriert (Abendklassen, Nachhilfe, Mobile Schule - oder einfach mit den Kindern Spass haben, als kenne man sich schon ewig). Volcanes y lagos con fuego aqui estamos!"

Neuva Guinea meldet wieder grün.
Alex schreibt:
"Hier in Nueva lacht nach der ersten kleinen Grippewelle auch wieder die Sonne. Bei Peter angefangen, hatte im Verlaufe der letzten Woche jeder von uns ein paar Beschwerden, aber nichts, was ueber eine leichte Grippe hinausging. Der Unterricht in der Montañita macht uns Spass und wir versuchen unsere Konzepte umzusetzen, auch wenn sich die Kinder gerne mal von ihrer nervenaufreibenden Seite zeigen. Grundsaetzlich ziehen sie aber mit und besonders die in der Primaria (Grundschule) sind sooooo niedlich...Ansonsten geniessen wir das verhaeltnismaessig sonnige Wetter und das Gefuehl, jeden Tag ein bisschen mehr in das Leben in Nueva Guinea einzutauchen."

In diesem Sinne hoffen wir, dass die Sonne auch die nächste Woche weiterhin viel scheinen wird und die ersten Krankheiten ohne größere Schwierigkeiten vorübergerhen.

Das war s wieder für diese Woche.
bis zum nächsten Mal
Con muchos saludos, hasta luego